Die Großen Abenteuer des kleinen Seelöwen Max 


Kurze Geschichten für Kinder von Josef Bardelmann
 
Max der kleine Seelöwe – auch kleine Seelöwen können mutig sein 
 
„Max heiße ich und ich bin ein Seelöwe!“ So stellte sich Max bei mir vor. 
Ein Seelöwe – dachte ich … ein Löwe im See… schoss es mir durch den Kopf. 
„Ein Löwe hat eine riesengroße Mähne und ein gelbes Fell. So siehst du aber nicht aus“, sagte ich. 
Ich ach ja ich habe mich ja noch nicht vorgestellt. 
Ich heiße Paul, wohne in Marburg an der Lahn und bin fast 8 Jahre alt. Ich gehe in die 2. Klasse und habe zwei ältere Brüder (Franz und Bernd, die mich ständig ärgern …). 
Aber zurück zu Max dem Seelöwen. 
Max schaute mich mit einem süßen Lächeln an und sagte: 
„Ich habe zwar auch ein Fell, doch dass ist eher etwas grau wie du siehst und eine Mähne habe ich auch nicht. Aber ich habe ganz lange Haare um meinen Mund herum.“ 
„Und wie ist das mit den Beinen, den Löwenbeinen?“ – fragte ich ungläubig und schaute Max ganz genau an. „Ha – wo hast du die den versteckt? Etwa in deinem Fell?“ Ich war mir sicher jetzt konnte ich Max es zeigen – von wegen Löwe…der schwindelt doch. Doch Max antwortete ganz ruhig: 
„Vier Beine – ja die habe ich auch nicht,  sondern zwei Flossen mit denen ich schlecht laufen kann und ein dickes Ruder: mit dem kann ich auch nicht gut laufen. Aber ich bin ein Löwe, ein Seelöwe… ein australischer Seelöwe!  und was ein Seelöwe gut kann, ja wirklich gut kann ist SCHWIMMEN!“ 
Und mit einem Mal hüpfe Max an mir vorbei und mit einem riesen Satz sprang er kopfüber ins Schwimmerbecken des Aquamar. 
PLATSCH!!! 
Ich schaute Max hinterher  „… man ist der mutig!!!“  sagte ich vor mir her. „Springt einfach so ins tiefe Wasser.“ 
Und wie Max schwimmen konnte! Er schoß durch das Wasser schneller als ich laufen kann und er sprang mindestens einen – ach was zwei Meter – ach noch höher in die Luft  und platsche ins Wasser – so heftig spritze das Wasser in die Luft, dass fast ein Eimer voll an meine Hose spritzte. So jetzt stand ich da – mit nasser Hose und offenem Mund. 
Max sah mich an und sagte: schwimm doch mit… es ist schön warm hier. Ach, ähh, mmmh, jjaaa, nnee nein stammelte ich vor mit her. „Nein ich mag nicht“.. sagte ich leise. 
„Wie du magst nicht?“ fragte Max erstaunt „... wir sind doch im Schwimmbad und im Schwimmbad – schwimmt man doch oder?“ grinste Max.. 
„Ja weißt du ..“ so fing  ich an und wurde leicht Rot im Gesicht. 
„Ja weißt du – ich kann noch nicht richtig schwimmen.. ja so ein bisschen“. 
„Wie so ein bisschen?“  fragte Max nach . “ Ja halt so ein bisschen“ sagte ich und wurde noch ein wenig roter. „Na was den jetzt?“ fragte Max nach. „Kannst du schwimmen oder nicht?“ 
„Ja – von hier bis da –davorne“  zeigte ich Max. „Das sind ja keine 5 Meter“ sagte Max  – „aber nicht im tiefen Wasser“ sagte ich noch ganz schnell. „Ich habe noch nicht das Seepferdchen“ sagte ich. „Das SEEEEEPFEERRDCHENN“.. sagte Max ganz langsam. 
„Und glaubst du Paul, dass du schwimmen kannst?  Du muss für das Schwimmabzeichen Seepferdchen vom Beckenrand ins Wasser springen und 25 Meter schwimmen. Und du must einen Gegenstand mit den Händen aus schultertiefem Wasser heraufholen“ sagte Max.  „Nein“ sagte ich traurig und war so rot im Gesicht wie eine Tomate . „ich trau mich nicht ins Tiefe und .. ich kann nicht schwimmen“.  Jetzt war es raus und ich schaute Max an .. was der jetzt wohl denkt. 
 
Max kam aus dem Wasser heraus ging auf mich zu, legte seine Flosse auf meine Schulter und sagte: „dass ist doch nicht schlimm.. dann lernst du das schwimmen einfach! Und ich ich zeig dir wie das geht mit dem Schwimmen. Denn ich bin dein Freund!“ sagte Max und schaute mich mit seinen süßen Augen und den langen Haaren um seinen Mund an. 
„Und Freunde helfen sich gegenseitig!“  sagte Max. 
 
JA! Sagte ich – und jetzt lern ich schwimmen!“ und umarmte meinen Neuen Freund MAX. 

Max der kleine Seelöwe – auch ein Seelöwe muss schwimmen lernen 
 
Kurze Geschichten für Kinder von Josef Bardelmann - Teil 2

„Du kannst leicht reden“ sagte Paul. „Du, bist ein Seelöwe, du kannst doch schon schwimmen, seit du auf der Welt bist. Für dich ist dass alles ganz leicht.“ „Aber ich“ sagte Paul „ich muss jetzt erst mal das schwimmen lernen. Wie soll ich den auf dem Wasser bleiben? Ich gehe doch sofort unter.“
„Wasser ist fürs Hände waschen da und für nix anderes“ murmelte Paul etwas frustriert vor sich  her.
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